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Katholische Pfarrkirche St. Michael

Kath. Pfarramt St. Michael
Mandatstr. 8
54470 Bernkastel-Kues

Tel. (0049) 6531 3082
Fax (0049) 6531 971259


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Beschreibung

Die an Kunstschätzen reiche Pfarrkirche St. Michael zählt mit ihrem mächtigen, über 600 Jahre alten Turm zu den beherrschenden Bauwerken der Stadt.
Die Kirche im Stadtteil Bernkastel ist das einzige im Stil des 14. Jahrhunderts noch einheitlich erhaltene Bauwerk der Moselregion. Die dreischiffige Kirche hat eine so reiche Ausstattung, wie sie in einer solchen Fülle hierzulande nur noch selten anzutreffen ist. Die Barockfassade, die 1968 wiederhergestellt wurde, bietet einen starken Gegensatz zum wuchtigen und über 600 Jahre alten Turm von St. Michael. Der Innenraum vermittelt einen hallenartigen Raumeindruck, die Sakristei wurde 1664 erbaut und der zentrale Punkt im Chor ist die Kalvarienberggruppe von 1496.

Der Kirchturm
Der Turm aus unverputztem Bruchsteinmauerwerk (das erst im Laufe der Zeit dunkel geworden ist) wurde vermutlich Ende des 13. Jahrhundert errichtet. Der Trierer Erzbischof Heinrich II. von Finstingen erwarb 1280 alle Güter und Rechte in Bernkastel von Graf Heinrich V. von Salm. Lt. der Bistumschronik baute der Erzbischof nicht nur eine starke Mauer um den Flecken Bernkastel und befestigte Schloss und Siedlung. Nachdem Bernkastel vom König Rudolf die Stadtrechte verliehen bekam, errichtete er zudem zahlreiche Mauern, Türme und Brustwehren, darunter wohl auch den jetzigen St. Michaelsturm. Der Turm ist 56 Meter hoch, im Obergeschoß beträgt die Mauerstärke noch 1,75 Meter. Der Dachstuhl mit seinen Glocken stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Geschichte und Altäre
Wann genau die Pfarrei Bernkastel gegründet wurde, ist nicht bekannt. Es kann aber angenommen werden, dass schon 1017 eine katholische Gemeinde bestand. Als erster Pastor der Stadt wird Theoderich von Saarburg genannt. Es wird davon ausgegangen, dass spätestens 1177 eine Kirche bestanden haben muss (inmitten eines Friedhofs, von dem noch 4 Basaltkreuze erhalten sind).
Besonders sehenswert im Inneren der Kapelle sind der Sebastianusaltar (erste Hälfte des 17. Jahrhundert), der Marienaltar aus Alabasterstein (1750), der Nikolausaltar im südlichen Seitenschiff (1750) und die Kalvariengruppe auf dem Hochaltar der Michaelskirche aus dem Jahr 1496.