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05.10.2020

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22.09.2020

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Zell - Mehr als „nur“ die Schwarze Katz

Weinliebhaber kennen die berühmteste Lage von Zell, benannt nach einem frechen Stubentiger. Doch auch für Kinder gibt es Wege, dem Tier auf die Spur zu kommen und überhaupt viel Action zu erleben.


So gibt man den Kleinsten schon die Liebe zu niveauvoller Genusskultur in die Wiege: mit einer drei Kilometer langen Themenwanderung durch die Weinberge rund um Zell. Das Geheimnis der Familienfreundlichkeit liegt in der Eignung auch für Kinderwagen, die Spuren von Katzentatzen markieren den Weg. An den Stationen erfährt man Spannendes, zum Beispiel wie das Riwigmännche hier in Mondnächten spukt. Aber es geht auch um Handfestes wie Trockenmauern, Keltersteine oder die typische Weinbergvegetation. So wird der Themenweg „Zeller Schwarze Katz“ nicht nur für Erwachsene zum prägenden Urlaubserlebnis.


Für fitte Familien geht es, ausgehend vom Schwarze-Katz-Brunnen am Zeller Rathaus, auch noch anders in luftige Höhen: mit dem Collis-Steilpfad, der auf etwas mehr als einem Kilometer Länge 160 Höhenmeter überwindet und somit alpinen Adrenalinkick gibt. Etwa eine halbe Stunde sollte man für das Klettervergnügen einplanen. Für weniger Ambitionierte gibt es allerdings die Möglichkeit, die Kletterpassagen zu umgehen. Ganz gleich wie man zum Ziel kommt: Oben lockt der schon 1906 errichtete Collis-Turm mit einer Aussichtsplattform, deren Panoramaperspektiven lange in Erinnerung bleiben.


Die Mosel ist bei Zell besonders kurvenreich. Besonders imposant ist der „Zeller Hamm“, ein schmaler Bergrücken, von dem es zu beiden Seiten mehr als 230 Meter steil zum Fluss hinab geht. 14 Kilometer lang windet sich die Mosel um den Felskamm. Auf der Höhe, bei der urigen Tagungsstätte Marienburg, wurde der knapp dreißig Meter hohe Prinzenkopfturm errichtet. Der Ausblick ist atemberaubend und einer der schönsten im ganzen Moselland… man scheint nicht nur über den Weinbergen und dem Fluss zu schweben, sondern auch die Eifelvulkane und die langgezogenen, bewaldeten Berge des Hunsrücks sind zum Greifen nah. Eine Webcam trägt den Zauber des Ortes in alle Welt. Da können die Kids nach ihren Moselferien ganz stolz sagen: „Da war ich!“

Zell wäre keine Moselstadt, wenn es nicht Kanu- und Motorbootverleih gäbe. Den Spaß auf dem Wasser mit 15 PS gibt es auch ohne Führerschein. Die Boote können im Campingpark Zell ausgeliehen werden – dann geht es auf den Fluss, vorbei an Burgen und Weinbergen ganz nach dem eigenen Tempo. Mit ihren Staustufen, der das Wasser bändigt, ist die Mosel in der Regel ein gut befahrbarer Fluss.


Zur Ferienlandschaft rund um Zell gehört natürlich auch Ritterromantik, wie es der Mosel gebührt. In einem schmalen Seitental, beim Örtchen Alf, versteckt sich die Burg Arras auf einem Felssporn im Walddickicht. Bei einer leckeren Ausflugspause offenbart sich von der Sonnenterrasse des Burgrestaurants ein märchenhafter Blick in die moselnahen Eifelschluchten. Und das Museum der Burg entführt mit zahlreichen Bildern, Rüstungen und uralten Waffen in eine vergangene Welt. Falls die Familie aus einem noch unverheirateten Elternpaar besteht: Die Hochzeit kann auf Burg Arras gern nachgeholt werden, inklusive Trauzeremonie und malerischer Feier.


Mehr Tipps & Infos zum Urlaub mit Kindern in Zell (Mosel): www.zellerland.de/fuer_familien.html